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Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Trier

Themenschwerpunkt Schöpfung

Aktuell

Informationen zum Umgang mit dem "Corona-Virus" / COVID-19 im Bistum Trier

 

Wir sagen hiermit alle Veranstaltungen der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Trier vorerst bis Ende April 2020 ab.

 

Davon ausgenommen sind ausgewählte Veranstaltung, auf die wir unten oder neben stehend hinweisen.

 

Unsere Geschäftsstellen sind vorübergehend geschlossen. Sie erreichen uns jedoch per E-Mail und per Telefon

 

Wir hoffen, damit einen wirkungsvollen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten.

Veranstaltungen, die nicht in einem digitalen Format statt finden können, holen wir, sofern es möglich ist, zu einem späteren Zeitpunkt nach.

Wir folgen mit dieser Maßnahme den Vorgaben des Bistums Trier und den Vorgaben der Landesregierungen und kommunalen Behörden.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/

Im Chinesischen setzt sich das Wort für "Krise" aus zwei Schriftzeichen zusammen - eines steht für Gefahr, das andere für Chance. John F. Kennedy

Chancen der Krise

Die Bohnengeschichte

 Es war einmal eine sehr alte Frau, die glücklich und zufrieden lebte. Viele Menschen beneideten sie, weil sie eine echte Lebenskünstlerin war. Die alte Frau verließ niemals ihr Haus, ohne eine Hand voll getrocknete, weiße Bohnen mitzunehmen. Sie tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, sie steckte sie einfach in die rechte Tasche ihrer Jacke. Jedes Mal, wenn sie tagsüber etwas Schönes erlebte - den Sonnenaufgang, das Lachen eines Kindes, eine kurze Begegnung, ein gutes Mahl, einen schattigen Platz in der Mittagshitze - nahm sie dies ganz bewusst wahr, freute sich darüber von Herzen und ließ eine Bohne von der rechten Tasche in die linke gleiten. War das Erlebnis besonders schön und gar überraschend, wechselten zwei oder drei Bohnen die Seite. Abends saß die alte Frau dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der Tasche. Sie zelebrierte dies geradezu und führte sich so vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war. Und auch an einem Abend, an dem sie bloß eine Bohne zählen konnte, war der vergangene Tag ein gelungener Tag - es hatte sich zu leben gelohnt.

Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Trier

Themenschwerpunkt Schöpfung

Als Christen sind wir dazu verpflichtet, die Schöpfung zu bewahren. „Ein Christ, der die Schöpfung nicht achtet, ist ein Gläubiger, der sich nicht um das Werk Gottes schert. Also, die Antwort auf die erste Schöpfung lautet: die Schöpfung bewahren und sie wachsen lassen“, so Papst Franziskus im Februar 2015.

 

Die Bildungsangebote des Themenschwerpunktes Schöpfung in der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier

  • vermitteln Wissen über die Natur und Freude an der Natur
  • thematisieren Leid und Bedrohung der Schöpfung
  • regen zum Nachdenken über den persönlichen Lebensstil an
  • vermitteln Wissen und fördern das Nachdenken über globale Gerechtigkeit und Lebenschancen zukünftiger Generationen
  • greifen umweltethische und bioethische Fragen auf und regen zur Meinungsbildung an
  • vermitteln Denkanstösse durch kirchliche Texte und christliche Vorbilder
  • geben schöpfungstheologische Anregungen für die heutige Gesellschaft
  • thematisieren das Spannungsfeld von Theologie und Naturwissenschaften
  • Und Gott sah ... Der neue Schöpfungsbericht

    Und Gott sah, wie alle Menschen auf Erden, die im Osten und die im Westen, die im Süden und die im Norden, ohne Unterschied von Rasse und Geschlecht untereinander freundliche Beziehungen zu knüpfen begannen. Die Völker schickten ihre besten Frauen und Männer in jenen Glaspalast auf der Insel Manhattan, der allen Nationen der einen Welt offensteht. Dort hörten sie fortan ständig aufeinander, sprachen miteinander, verständigten sich untereinander, planten füreinander.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war der erste Tag einer neuen Weltzeit.

    Und Gott sah, wie eine Friedenstruppe die Soldaten der noch kriegführenden Nationen voneinander trennte; wie Differenzen durch Verhandlungen und Vernunft statt mit Waffen beigelegt wurden; wie die Lenker der Völker auf die Stimmen der Völker zu hören begannen und wie alle miteinander das Wohl des ganzen Kosmos und den Frieden auf der einen Welt über die eigenen Interessen zu stellen begannen.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war der zweite Tag des neuen Planeten.

    Und Gott sah, wie die Menschen begannen, seine Schöpfung zu lieben und zu bewahren statt sie auszubeuten: die Luft und die Ozonschicht, das Wasser der Flüsse und das der Ozeane, die Erde und die Rohstoffe in ihr, aber auch alles, was auf ihr lebt und wächst. Und Gott sah auch, wie die Menschen begannen, einander nicht mehr zu beherrschen und auszubeuten, sondern sich unter dem einen Vater als Geschwister zu achten und als Gleiche zu behandeln.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war der dritte Tag im Zeitalter des neuen Denkens.

    Und Gott sah, wie die Menschen weltweit begannen, die selbstgemachten Ursachen von Hunger, Krankheit, Unwissenheit, Leid und unwürdiger Armut aufzuspüren und zu beseitigen; wie sie anfingen zu teilen, was allen gehört; wie sie zum Wohle des Ganzen und im Gedanken an das Leben der ganzen Welt anfingen, in allen Rassen und Religionen das Positive und Einigende zu sehen; wie sie im Dienst am Frieden die Kooperation statt die zerstörerische Konfrontation suchten.

    Und Gott sagte: So soll es sein. Und dies war der vierte Tag der neuen Schöpfung.

    Und Gott sah, wie die Menschen begannen, verantwortungsbewusst und ohne Machtgelüste mit den Ressourcen umzugehen, die ihnen, wie sie nunmehr erkannten, treuhänderisch anvertraut waren, vor allem mit den Brennstoffen aus der Erde und mit der Atomenergie; wie sie sich bei allen neuen Forschungsprojekten mit wachem Gewissen zunächst fragten, ob diese Gott und dem Menschen einen Dienst erweisen könnten; wie sie Feinfühligkeit über Arroganz, Selbstbescheidung über Habsucht und in allem das solidarische Denken über den persönlichen und nationalen Egoismus setzten.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war bereits der fünfte Tag einer menschlicheren Welt.

    Und Gott sah, wie die Menschen auf allen Kontinenten anfingen, ihre Raketensilos, Bombenarsenale, Geschosse, die chemischen und biologischen Vernichtungsmittel samt den Spionagesatelliten und Frühwarnsystemen abzubauen und zu verschrotten und wie sie ihre Armeen auflösten und fortan in allen Schularten und Erziehungssystemen eine solch einleuchtende und konsequente Friedenspädagogik kultivierten, dass Konflikte überschaubar und mit friedlichen Mitteln lösbar wurden.

    Und Gott sagte: Das ist sehr gut. Und dies war der sechste Tag des neuen Himmels.

    Und Gott sah, wie die Menschen ihn, den lebensfreundlichen Gott, in allem wiederzuerkennen begannen; wie sie den Dienst am Leben, an der Würde und an den unveräußerlichen Rechten eines jeden Menschen als Gottesdienst begriffen; wie sie, jedes Mal, wenn wieder eine ihrer Ideologien zusammengebrochen war, beim Verabschieden einer neuen Verfassung in diese hineinschrieben: Du sollst Gott als den wahren Ursprung und Zielpunkt einer gerechten und humanen Welt niemals aus dem Blick verlieren; wie sie erkannten, dass der lebendige und befreite Mensch ein Zeichen Gottes in der Geschichte ist.

    Und Gott sagte: Nun wird alles gut. Es war der siebte Tag der Schöpfung des Kosmos, der nunmehr ganz dem neuen Menschen und zugleich ganz Gott gehörte.

    von Hermann Schalück Aus der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART (Nr. 23/1990, Freiburg i. Br., www.christ-in-der-gegenwart.de)  Mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag.